Sehr geehrte Damen und Herren,
die DPF ist Mitglied des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU). Wir sind alle Mitglieder und Mieter:innen der DPF und dadurch auch der BBU. Wir nehmen in diesem offenen Brief Bezug auf den unten verlinkten Artikel aus der TAZ vom 07.07.2026 mit dem Titel „Mit ‚Fakten‘ gegen Fakten“.
In dem Artikel wird aufgezeigt, dass der BBU maßgeblich an einer Kampagne beteiligt ist, die Ende Juli 2026 in Berlin veröffentlicht werden soll. Laut dem Artikel wurden die Mitglieder des BBU bereits über die Kampagne informiert. Außerdem und vor allem wird in dem Artikel aufgezeigt, dass die Kampagne über gezielte Falschinformationen sowohl die Wahl über den Gesetzesvolksentscheid der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ als auch die Wahl in Berlin im September beeinflussen will.
Wir sprechen uns ganz klar gegen diese Kampagne aus. Wir möchten keine politische Einflussnahme und vor allem keine Streuung von Falschinformationen und Lügen in unserem Namen.
Im Konkreten geht es um folgenden Punkte, die der BBU und die Vorständin Maren Kern in einem Interview falsch darstellen:
1 - Für Genossenschaften (sowie landeseigene, kirchliche und gemeinwirtschaftliche Unternehmen) sind in dem Gesetzentwurf entsprechende Ausnahmeregelungen definiert. Damit sind diese also nicht von der Vergesellschaftung betroffen.
2 - Vergesellschaftung ist keine Verstaatlichung – die Bestände werden von einer demokratisch kontrollierten Gesellschaft öffentlichen Rechts übernommen.
3 - Die Kosten für die Vergesellschaftung werden nicht 36 Milliarden Euro sein – bei der Entschädigungshöhe wird nicht der Marktwert zugrunde gelegt und die Entschädigung daher sehr viel niedriger ausfallen.
Daher bitten wir Sie um folgendes:
1 - Distanzieren Sie sich öffentlich von der Kampagne der BBU.
2 - Veröffentlichen Sie auf keine Art und Weise das besagte Interview mit Maren Kern.
3 - Setzen Sie sich in der BBU dafür ein, dass diese Kampagne so nicht betrieben werden darf.
4 - Informieren Sie auch die anderen Wohnungsbaugenossenschaften über das unlautere Vorgehen dieser Kampagne und entwickeln Sie eine gemeinsame Gegenposition in der BBU.
Mit freundlichen Grüßen
Zur Information der besagte Artikel: